Mitgliederanlass Gantrisch

Bitte studieren Sie die nachfolgend verlinkte Einladung und melden Sie sich online oder per e-Mail mit den notwendigen Angaben an.

Besuchen Sie mit uns den

» Naturpark Gantrisch am Wochenende vom 6./7. April 2019 (pdf)

Anmeldung

 

Übergabe Petition – Insektensterben aufklären mit 165’512 Unterschriften

Das Insektensterben beunruhigt die Bevölkerung stark: Innert 100 Tagen unterschrieben 165’512 Personen die von Naturfreunde Schweiz, Dark-Sky Switzerland, dem Schweizer Bauernverband und apisuisse lancierte Petition «Insektensterben aufklären!». Heute morgen wurde diese dem Bundesrat und Parlament übergeben. Die beteiligten Organisationen fordern von den Behörden ein rasches und konsequentes Handeln. Die Umweltkommission des Nationalrats soll die Forderungen der Petition bereits Anfang 2019 behandeln.

Insekten sind ein unersetzlicher Teil unserer Umwelt. Viele von ihnen sind auch in der Schweiz bedroht oder schon ausgestorben. Mit den Insekten verschwinden weitere Tierarten, die sich von ihnen ernähren. Wie drastisch die Auswirkungen sind, zeigte am Beispiel der insektenfressenden Vögel der im November veröffentlichte Brutvogelatlas. Das Insektensterben bedroht neben vielen Tier- und Pflanzenarten aber auch grosse Teile der Nahrungsmittelproduktion und damit unsere eigene Lebensgrundlage. Mit dem Ziel, die Öffentlichkeit und die Politik auf dieses dringliche Problem aufmerksam zu machen, haben die Naturfreunde Schweiz, Dark-Sky Switzerland, der Schweizerische Bauernverband und der Dachverband der Schweizerischen Bienenzüchtervereine apisuisse am 4. September 2018 die Petition «Insektensterben aufklären!» gestartet.

Die Petition fordert den Bundesrat und das Parlament auf:

  • die Ursachen und die Tragweite des Insektensterbens in den verschiedenen Regionen der Schweiz wissenschaftlich fundiert aufzuzeigen und dafür umgehend genügend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.
  • die Aktionspläne Biodiversität, Bienengesundheit und Pflanzenschutzmittel unverzüglich und konsequent umzusetzen.
  • weitergehende, wirkungsvolle Massnahmen gegen das Insektensterben an die Hand zu nehmen, beispielsweise durch die Förderung von vielfältigen Lebensräumen und die Reduktion der Lichtverschmutzung.
  • die Bevölkerung für den unermesslichen Wert der Insekten für das Ökosystem und das menschliche Wohlergehen zu sensibilisieren.Die Petition stiess bei der Bevölkerung auf enorme Resonanz: Innerhalb von 100 Tagen sind 165’512 Unterschriften eingegangen. Es handelt sich damit um eine der erfolgreichsten Petitionen der Schweiz. Einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg leisteten neben den beteiligten Organisationen und PolitikerInnen auch zahlreiche Menschen, die auf eigene Initiative engagiert Unterschriften sammelten. Der enorme Zuspruch zur Petition verdeutlicht, dass die Bevölkerung an einer ernsthaften Behandlung des Problems interessiert ist.

page1image22048 page1image22216 page1image22384 page1image22552

Weitere Unterstützer:

page1image23208 page1image23376 page1image23544 page1image23712 page1image23880

Die beteiligten Organisationen haben die Unterschriften heute im Beisein zahlreicher National- und StänderätInnen verschiedener Parteien an die Behörden übergeben. Sie fordern ein rasches, wirksames Vorgehen gegen das Insektensterben, unter Einbezug aller Beteiligten. Die Umweltkommission des Nationalrats soll die Forderungen der Petition bereits im Februar 2019 behandeln.

Die Sammelpyramide enthält die Unterschriften zur Übergabe der Petition Insektensterben und wartet vor dem Bundeshaus auf die Enthüllung der Anzahl Unterschriften.
Erinnerungsfoto mit Gästen und der Zahl der 165’512 Unterschriften, die in nur 100 Tagen gesammelt worden sind.

 

Naturama Aargau – Tagung: Licht aus – Spot an!

Dienstag, 16. Oktober 2018, 13:30 – 17:00 Uhr, Naturama Aargau

Experten aus verschiedenen Fachbereichen setzen sich mit den Auswirkungen des nächtlichen Kunstlichts auf die Umwelt und unser Wohlbefinden auseinander und diskutieren Möglichkeiten, die wachsende Lichterflut zu reduzieren. Ein professioneller Lichtplaner informiert über den neuesten Stand der Technik und ein Gemeinderat gibt Inputs, wie sich ein sinnvolles Beleuchtungskonzept auf Gemeindeebene umsetzen lässt.

» Programm und Anmeldung

 

Petition – Insektensterben aufklären

Initiiert durch die Naturfreunde Schweiz, gemeinsam mit Dark-Sky Switzerland (DSS), dem Schweizerischen Bauernverband (SBV) und apisuisse (Bienen Schweiz), lancieren wir die folgende Petition:

In den letzten dreissig Jahren ist wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Insekten verschwunden. Das gefährdet nicht nur zahllose Tiere und Pflanzen – der Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlagen steht auf dem Spiel. Deshalb verlangen wir von den Behörden ein rasches und konsequentes Handeln!

Wir fordern den Bundesrat und das Parlament auf:

  • Die Ursachen und die Tragweite des Insektensterbens in den verschiedenen Regionen der Schweiz wissenschaftlich fundiert aufzuzeigen und dafür umgehend genügend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.
  • Die Aktionspläne Biodiversität, Bienengesundheit und Pflanzenschutzmittel unverzüglich und konsequent umzusetzen.
  • Weitergehende, wirkungsvolle Massnahmen gegen das Insektensterben an die Hand zu nehmen, beispielsweise durch die Förderung von vielfältigen Lebensräumen und die Reduktion der Lichtverschmutzung.Die Bevölkerung für den unermesslichen Wert der Insekten für das Ökosystem und das menschliche Wohlergehen zu sensibilisieren.

Mitunterzeichnende Parlamentarier (Nationalrätinnen und Nationalräte):
Maya Graf (Grüne, BL)
Silva Semadeni (SP, GR)
Markus Ritter (CVP, SG)
Bernhard Guhl (BDP, AG)
Lisa Mazzone (Grüne, GE)
Isabelle Chevalley (GLP, VD)
Karl Vogler (CSP, OW)

Passive Unterstützung durch weitere Organisationen:
WSL
Papiliorama
Biosuisse
Vogelwarte Sempach
Greenpeace
Slow-Food Switzerland
Naturama Aarau

Link zur Petition auf insektensterben.ch

Hintergrundinformationen

Was man bei den Bienen schon länger beobachtet, zeichnet sich nun auch für viele weitere Insekten ab: Forschungsergebnisse aus Deutschland zeigen, dass in den letzten dreissig Jahren mehr als die Hälfte aller Insekten verschwunden sind. Wie stark die Schweiz betroffen ist, weiss man heute noch immer nicht genau. Doch wer sich achtet, dem fällt auf: am Tag und in der Nacht brummt und summt es heute viel weniger als früher. Fast nichts kreist mehr um die Strassenlampen. Die Windschutzscheibe bleibt auch nach langen Fahrten frei. Das klingt für einige vielleicht erfreulich, doch in Wahrheit ist es dramatisch: denn Insekten sind eine unersetzliche Grundlage unseres Ökosystems.

Helles, blauweisses Licht zieht Dutzende Insekten an. Eine licht-tolerante Fledermausart jagt sie. Foto: Lukas Schuler, Dark-Sky Switzerland

Vögel, Frösche, Fische, Igel, Fledermäuse und zahlreiche andere Tiere ernähren sich von Insekten. Ohne Insekten sind auch sie bald verschwunden. Genau so ergeht es den Wild- und Kulturpflanzen, die auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen sind. Das Insektensterben gefährdet also die Nahrungsmittelproduktion, ganze Ökosysteme und damit unsere eigene Lebensgrundlage!

Warum die Insekten in der Schweiz verschwinden, darüber bestehen teilweise nur Vermutungen. Klar ist, dass die intensive Prägung der Umwelt durch den Menschen eine zentrale Rolle spielt. Im Rahmen der Landwirtschaft steht u.a. der Einsatz von gewissen Pflanzenschutzmitteln im Fokus der Diskussion. Eine entscheidende Rolle dürften auch die zunehmende Überbauung und Versiegelung der Landschaft und die Lichtverschmutzung spielen. Auf jeden Fall braucht es gute Entscheidungsgrundlagen – also mehr Fakten – um die richtigen Massnahmen zu ergreifen. Und es braucht eine Information der Öffentlichkeit und der Verursacher, damit jeder – die Unternehmen, die Land- und Forstwirte, die Gemeinden, die Städte, die Kantone und der Bund und jede und jeder Einzelne von uns – seinen Beitrag leisten kann.

Wir fordern deshalb den Bundesrat und das Parlament auf, das Insektensterben unverzüglich aufzuklären, die Bevölkerung umfassend zu informieren und wirksame Massnahmen an die Hand zu nehmen. Wo der Handlungsbedarf heute bereits erkannt ist, darf nicht länger zugewartet werden. Bestehende Massnahmenpläne (Biodiversität, Bienengesundheit, Pflanzenschutzmittel) müssen sofort wirkungsvoll umgesetzt werden.

Setze jetzt ein Zeichen und unterschreibe diese Petition. Hilf mit, die Schweiz aufzurütteln!

 

Referenten von Dark-Sky Switzerland an der Licht 2018 in Davos

Sowohl Lichtplaner und Vorstandsmitglied Roland Bodenmann, als auch der amtierende Präsident Lukas Schuler werden am Europäischen Lichtkongress 2018 in Davos vertreten sein.

Roland Bodenmann referiert am 11. September im Rahmen des Programmpunktes «Licht und Umwelt» über das Thema «Lichtemissionen und Farbtemperatur – Standortbestimmung Schweiz». Zur Ergänzung wird es ein Poster geben.

Lukas Schuler wird ein Kurzreferat und eine Posterpräsentation über die von ihm entwickelte Methode zur Analyse von Licht im Aussenraum halten. Das Thema lautet «Von der globalen Strahlung zum lokalen politischen Bewusstsein über Lichtverschmutzung».

Wir freuen uns auf den regen Austausch mit anderen Teilnehmern.