

{"id":14268,"date":"2024-08-20T13:55:54","date_gmt":"2024-08-20T11:55:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.darksky.ch\/dsx\/?p=14268"},"modified":"2024-12-04T16:38:57","modified_gmt":"2024-12-04T15:38:57","slug":"darksky-switzerland-sagt-ja-zur-biodiversitaetsinitiative","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.darksky.ch\/dss\/de\/2024\/08\/darksky-switzerland-sagt-ja-zur-biodiversitaetsinitiative\/","title":{"rendered":"DarkSky Switzerland sagt JA zur Biodiversit\u00e4tsinitiative"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frische Luft, sauberes Wasser, gesundes Essen und Wohlergehen \u2013 all dies sichert die Natur. Der Reichtum der Natur ist unsere Lebensgrundlage. Doch die Biodiversit\u00e4t ist in der Schweiz stark gef\u00e4hrdet. Die gute Nachricht: Eine Trendwende ist m\u00f6glich. Die Biodiversit\u00e4tsinitiative schafft die daf\u00fcr notwendige Grundlage. Sch\u00fctzen schliesst dabei Nutzen nicht aus, dies beweisen viele Beispiele. DarkSky empfiehlt als Unterst\u00fctzerin der Biodiversit\u00e4tsinitiative ein JA am 22. September.<\/strong><\/p>\n<p>Nicht nur die Initiantinnen und Initianten der Biodiversit\u00e4tsinitiative betonen, dass die Biodiversit\u00e4tskrise in unserem Land besonders gross ist. Die Wissenschaft, die Bundesbeh\u00f6rden, die Kantone, die Gemeinden, verschiedene Wirtschafts- und weitere Verb\u00e4nde, ja auch Stimmen aus der Landwirtschaft sagen es: Die Biodiversit\u00e4t in der Schweiz ist stark bedroht. In Zahlen ausgedr\u00fcckt: <strong>\u00dcber ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz ist gef\u00e4hrdet oder bereits ausgestorben. Die H\u00e4lfte der nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume ist bedroht. Auch unsere sch\u00f6nen Landschaften und Ortsbilder, Teil unserer Identit\u00e4t, geraten immer st\u00e4rker unter Druck. Es braucht zu ihrem Schutz dringend wirksame Massnahmen!<\/strong><\/p>\n<p>Die Biodiversit\u00e4tsinitiative, die am 22. September zur Abstimmung kommt, ist f\u00fcr den Schutz der Natur von gr\u00f6sster Bedeutung. Es geht um nichts weniger als um die Frage, ob es in den n\u00e4chsten Jahren gelingt, die Lebensgrundlagen der Schweiz zu sichern. Die Biodiversit\u00e4tsinitiative sorgt daf\u00fcr, dass Bund und Kantone Schutzgebiete bezeichnen sowie fachgerecht sanieren und unterhalten. Auch m\u00fcssen sie die f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t erforderlichen Fl\u00e4chen in der n\u00f6tigen Qualit\u00e4t langfristig sichern. Das bedeutet auch, dass sie die daf\u00fcr notwendigen finanziellen und personellen Mittel zur Verf\u00fcgung stellen m\u00fcssen. Die Initiative nimmt also Bund und Kantone in die Pflicht. Sie macht jedoch keine Vorschriften f\u00fcr Private, Grundbesitzerinnen, Bewirtschaftende oder Firmen.<\/p>\n<p>Die Formulierung im Initiativtext zu den \u00aberforderlichen Fl\u00e4chen, Mittel und Instrumente\u00bb ist bewusst offen gew\u00e4hlt, es werden weder Fl\u00e4chenanteile f\u00fcr Schutzgebiete noch Frankenbetr\u00e4ge genannt:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie umfasst Siedlungsfl\u00e4chen und Gew\u00e4sserr\u00e4ume ebenso wie den Wald, landwirtschaftlich genutztes und auch ungenutztes Land.<\/li>\n<li>Sie umfasst sowohl personelle als auch finanzielle Mittel.<\/li>\n<li>Sie umfasst schliesslich auch Instrumente, um die Biodiversit\u00e4t wirksam zu erhalten, die Kantone bei diesen Massnahmen zu unterst\u00fctzen und Leistungen zugunsten der Biodiversit\u00e4t fair abgelten zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00f6rsterinnen, Bauern und weitere Akteure, die Massnahmen f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t umsetzen, sollen f\u00fcr diesen Aufwand abgegolten werden. Angesichts des riesigen Werts der Biodiversit\u00e4t eine sehr lohnende Investition. Bis zu einer halben Milliarde Franken j\u00e4hrlich ist zum Beispiel die Best\u00e4ubung durch Insekten in der Schweiz laut der Forschungsanstalt Agroscope wert.<\/p>\n<p>Die Biodiversit\u00e4tsinitiative will zudem, dass Naturwerte, Landschaften und das baukulturelle Erbe auch ausserhalb von Schutzgebieten geschont, also nicht ohne Notwendigkeit beeintr\u00e4chtigt werden. Bund und Kantone sollen daf\u00fcr sorgen, dass das, was unter rechtlichem Schutz steht, auch effektiv Schutz geniesst. Schutzobjekte von gesamtschweizerischer Bedeutung d\u00fcrfen nicht f\u00fcr kantonale Eigeninteressen geopfert werden. Es geht darum, die in der Schweiz bew\u00e4hrte Interessenabw\u00e4gung zu sichern.<\/p>\n<p>Bewahren, schonen, sichern \u2013 diese Begriffe beziehen sich auf Vorhandenes. Auf unser wertvolles Erbe. In der Natur, in der Kulturlandschaft, in Siedlungsgebieten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.darksky.ch\/dss\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/feldflur-champs-campo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14362\" src=\"https:\/\/www.darksky.ch\/dss\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/feldflur-champs-campo.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"421\" \/><\/a>Das bedeutet nicht, dass in Schutzgebieten keine Nutzung m\u00f6glich ist. Bis auf den Nationalpark und kleine weitere Fl\u00e4chen werden in der Schweiz alle Schutzgebiete angepasst genutzt. Zum Teil ist eine solche Bewirtschaftung sogar f\u00fcr den Erhalt der Gebiete n\u00f6tig. Zudem sind auch in Zukunft Eingriffe in nationale Schutzgebiete m\u00f6glich, wenn \u00ab\u00fcberwiegende Interessen gesamtschweizerischer Bedeutung\u00bb vorliegen. Das heisst im Klartext: Die Energiewende und die Entwicklung im Berggebiet werden nicht behindert. Es braucht Regeln, damit auch kommende Generationen von dem profitieren k\u00f6nnen, was uns heute zur Verf\u00fcgung steht!<\/p>\n<p>Einige Beispiele in der Schweiz zeigen bereits: Sch\u00fctzen und Nutzen der Biodiversit\u00e4t schliessen einander nicht aus.<\/p>\n<ul>\n<li>Photovoltaik-Anlagen lieferten 2023 \u00fcber 1600 MW Strom. F\u00fcr das Jahr 2024 erwartet Swissolar einen Zubau von 1800 MW. Nur gerade 3,5 Prozent der Bauten und Anlagen in der Schweiz gelten als gesch\u00fctzt. Der Erfolg der Energiewende ist nicht durch den Schutz von sch\u00f6nen Ortsbildern und einzigartigen Baudenkm\u00e4lern bedroht.<\/li>\n<li>Das Wasserkraftwerk <strong>Hagneck<\/strong> befindet sich in einer gesch\u00fctzten Auenlandschaft von nationaler Bedeutung. Bei der Sanierung der Flusskraftwerke und des Hagneckkanals wurde die Umweltvertr\u00e4glichkeit in den Vordergrund gestellt. Heute ist die <strong>Stromproduktion<\/strong> um 40 Prozent erh\u00f6ht \u2013 und gleichzeitig viel Gutes f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t getan worden.<\/li>\n<li>Auch bez\u00fcglich Windanlagen gilt: Die Biodiversit\u00e4tsinitiative stellt den Mantelerlass nicht in Frage. Das zeigt das Gutachten eines versierten Juristen.<\/li>\n<li>Am Farnsberg im Kanton Basel-Land beteiligen sich 30 Landwirtschaftsbetriebe freiwillig an einem Projekt mit BirdLife Schweiz. Sie produzieren hochwertige Lebensmittel und f\u00f6rdern die Biodiversit\u00e4t. Sie haben die attraktive Landschaft weiter aufgewertet. Bedrohte Vogelarten wie Neunt\u00f6ter und Gartenrotschwanz haben im Bestand deutlich zugenommen.<\/li>\n<li>Im Wald kann die Montagne de Boudry NE als positives Beispiel genannt werden. Die Forstverantwortlichen nehmen bei Holzschl\u00e4gen besonders R\u00fccksicht auf seltene Baumarten und f\u00f6rdern die Artenvielfalt. Lichte W\u00e4lder, wo besonders viel Holz geerntet wird, sind \u00e4usserst wertvoll f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t.<\/li>\n<li>Das <strong>Ch\u00e4serrugg Gebiet im Toggenburg<\/strong> zeigt, wie die Bergbahnen im BLN-Gebiet (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkm\u00e4ler) die gesamte <strong>touristische Infrastruktur<\/strong> behutsam erneuert und dabei auf hohe Naturwerte und Baukultur gesetzt haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Biodiversit\u00e4tsinitiative sorgt daf\u00fcr, dass Bund und Kantone die Natur schweizweit endlich richtig sch\u00fctzen. Sch\u00fctzen und Nutzen gehen Hand in Hand. Mit Ihrem JA zur Biodiversit\u00e4tsinitiative erm\u00f6glichen Sie, dass die Schweiz ihre Lebengrundlagen f\u00fcr uns, unsere Kinder und Enkelkinder sichert: Sch\u00fctzen, was wir brauchen! Wir d\u00fcrfen die kostspieligen Fehler, die wir im Umgang mit der Klimaerhitzung gemacht haben, nicht wiederholen. Handeln Sie jetzt. Stimmen Sie am 22. September JA.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frische Luft, sauberes Wasser, gesundes Essen und Wohlergehen \u2013 all dies sichert die Natur. Der Reichtum der Natur ist unsere Lebensgrundlage. Doch die Biodiversit\u00e4t ist in der Schweiz stark gef\u00e4hrdet. Die gute Nachricht: Eine Trendwende ist m\u00f6glich. Die Biodiversit\u00e4tsinitiative schafft die daf\u00fcr notwendige Grundlage. Sch\u00fctzen schliesst dabei Nutzen nicht aus, dies beweisen viele Beispiele. 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