

{"id":2569,"date":"2003-06-06T09:57:26","date_gmt":"2003-06-06T07:57:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.darksky.ch\/dsx\/de\/?p=2569"},"modified":"2016-12-28T21:11:57","modified_gmt":"2016-12-28T20:11:57","slug":"news-von-dark-sky-switzerland-dss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.darksky.ch\/dss\/de\/2003\/06\/news-von-dark-sky-switzerland-dss\/","title":{"rendered":"News von Dark-Sky Switzerland (DSS)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Railbeam: Erfolgreiche Intervention bei SBB<\/strong><\/p>\n<p>Vor mehreren Jahren starteten die SBB mit der Planung einer Aufwertung von 620 Regionalbahnh\u00f6fen in der ganzen Schweiz. Das Konzept sieht unter anderem eine 6 bis 8 Meter hohe Lichtstele vor &#8211; der Railbeam. Diese Lichtstele wird von unten angeleuchtet; ein Grossteil des Lichts schiesst ungenutzt an der S\u00e4ule vorbei, was einerseits zu einer Energieverschwendung f\u00fchrt, andererseits kumuliert zu einer massiven Lichtverschmutzung. Seit Projektbeginn haben die SBB mehrere Railbeams aufgestellt.<\/p>\n<p>Dark-Sky Switzerland hat sich seit 2001 bem\u00fcht, die SBB auf die Lichtverschmutzung aufmerksam zu machen. Nach anf\u00e4nglichen Kontakten brach die SBB die Kommunikation mit DSS f\u00fcr mehrere Monate ab. Dank massivem Druck, vor allem durch vermehrte Berichte in den Medien, wurde DSS im November 2002 zu einem sehr konstruktiven Hearing eingeladen, an welchem SBB-Vertreter und -Planer, Vertreter des BUWAL (heute BAFU), der Vogelwarte Sempach und andere teilgenommen haben.<\/p>\n<p>Im Dezember 2002 zeigten Wissenschafter an der Technischen Universit\u00e4t Berlin die Ergebnisse intensiver Messungen mit justierten Lampen und verschiedenen Leuchtk\u00f6rpern. Die TU Berlin steckte viel Arbeit in die L\u00f6sung der Problematik und erreichte eine beachtliche Reduktion des &#8222;Lichtabfalls&#8220;. Die Gesamtleistung der Railbeleuchtung konnte unter den urspr\u00fcnglichen Lichtabfall gesenkt werden.<\/p>\n<p>Dark-Sky Switzerland zeigt sich erfreut \u00fcber die Bem\u00fchungen der SBB, die Lichtverschmutzung im Zusammenhang mit dem Railbeam zu reduzieren. Nach wie vor kritisiert DSS aber, dass die SBB nie Alternativen zur von unten nach oben beleuchteten Stele vorgelegt hat. Ein weiterer Aspekt, der DSS Sorgen bereitet, ist die M\u00f6glichkeit von Nachahmern dieser Beleuchtungsart.<\/p>\n<p>Dass sich finanzielle Investitionen in den Umweltschutz lohnen, zeigt sich auch im Beispiel der SBB: Dank den Optimierungen, welche dank der Interventionen von Dark-Sy Switzerland vorgenommen worden sind, k\u00f6nnen die SBB j\u00e4hrliche Betriebskosten von 113&#8217;000 Franken einsparen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Grosses Medienecho nach dem Symposium<\/strong><br \/>\n<strong>zum Schutz des Nachthimmels in Luzern 2002<\/strong><\/p>\n<p>Das erfolgreiche 2. Europ\u00e4ische Symposium zum Schutze des Nachthimmels, das Darksky Switzerland vom 7. bis 9. September des vergangenen Jahres im Schweizer Verkehrshaus in Luzern durchf\u00fchren konnte, hat ein grosses Medienecho ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>So berichtete unter anderem das Schweizer Fernsehen SF DRS in der Sendung &#8222;10vor10&#8220; in einem ausf\u00fchrlichen Bericht \u00fcber das Thema Lichtverschmutzung. Auch die Sendung &#8222;Schweiz aktuell&#8220; wies vermehrt auf die Anliegen von Dark-Sky Switzerland hin. Aber auch verschiedene Radiostationen nahmen die Thematik auf, darunter Radio DRS, Radio24 und Radio Pilatus. In den Printmedien erschienen mehrere Artikel zu den einzelnen Dossiers von Dark-Sky Switzerland. So etwa der Tages-Anzeiger, die NZZ am Sonntag, die Financial Times Deutschland, die Neue Luzerner Zeitung, der Z\u00fcrcher Unterl\u00e4nder, das Magazin des Tages-Anzeigers, der Beobachter, Tele und viele mehr.<\/p>\n<p>Den Medien geb\u00fchrt ein grosses Dankesch\u00f6n. Ohne sie k\u00f6nnte sich Dark-Sky Switzerland nicht so stark Geh\u00f6r verschaffen.<br \/>\nAuf einem derzeit verschollenen\u00a0Gruppenbild, entstanden am letzten Tag des Internationalen Symposiums zum Schutze des Nachthimmels im September 2002 in Luzern. Auf dem Bild w\u00e4ren\u00a0unter anderem zu sehen: Ren\u00e9 L. Kobler, Vizepr\u00e4sident DSS (vorne links), David Crawford, Pr\u00e4sident International Dark-Sky Association IDA (hinter Kobler), Bruno Stanek, Raumfahrtexperte und Mathematiker (hinter Crawford), Bob Gent, IDA European Liaison Officer (vorne, Dritter von links) und Philipp Heck, Pr\u00e4sident Dark-Sky Switzerland (vorne Mitte).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Stadt Z\u00fcrich: Einbezug der Lichtverschmutzung in Plan Lumi\u00e8re<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Plan Lumi\u00e8re will die Stadt Z\u00fcrich ein neues Beleuchtungskonzept ins Leben rufen, das die Stadt attraktiver beleuchtet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Beleuchtung von Aussenr\u00e4umen \u2013\u00a0Pl\u00e4tze, kulturell wichtige Geb\u00e4ude etc. \u2013\u00a0gerichtet.<\/p>\n<p>Schon fr\u00fchzeitig hat sich Dark-Sky Switzerland mit dem Plan Lumi\u00e8re und deren Planer auseinandergesetzt. Dank diesem Engagement soll dem Thema &#8222;Lichtverschmutzung&#8220; im Konzept ein eigenes Kapitel gewidmet werden.<\/p>\n<p><strong>Gemeinde Hinwil verbietet Skybeamer<\/strong><\/p>\n<p>Als Skybeamer werden Scheinwerfer bezeichnet, die keinen eigentlichen &#8222;Beleuchtungsauftrag&#8220; erf\u00fcllen, sondern bewegt und ungezielt in den Himmel abstrahlen. Sie werden von Partyveranstalter und Grossdiscotheken gerne als Lockvogel f\u00fcr G\u00e4ste verwendet. Sie stellen einerseits eine Gefahr f\u00fcr Zugv\u00f6gel dar, die in ihrer Navigation an den Sternen gest\u00f6rt werden. Andererseits sind sie eine weitere Quelle f\u00fcr Lichtverschmutzung.<\/p>\n<p>Im Januar 2003 hat die Gemeinde Hinwil ein Verbot f\u00fcr Skybeamer erlassen. Dies geschah unter anderem auf Grund von Angaben zu den bestehenden Gesetzen in der Schweiz, welche Dark-Sky Switzerland zusammengetragen hat. Die Gemeinde schreibt in einem Brief: &#8222;Bei fortw\u00e4hrendem Betrieb der Skybeamer kann gest\u00fctzt auf die gesetzlichen Grundlagen die Polizei benachrichtigt werden.&#8220;<\/p>\n<p>Dark-Sky Switerland wehrt sich seit dem Bestehen des Vereins gegen den Einsatz von Skybeamern.<\/p>\n<p><strong>Railbeam Baugesuch in Wald ZH zur\u00fcckgezogen<\/strong><\/p>\n<p>Die SBB haben das Baugesuch f\u00fcr einen Railbeam in der Gemeinde Wald zur\u00fcckgezogen. Die Entscheidung geht auf eine Begr\u00fcndung der Gemeinde Wald zur\u00fcck, welche das Baugesuch gepr\u00fcft hat. Wald ist im Inventar der sch\u00fctzenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) eingetragen und steht Wald bez\u00fcglich kantonal gesch\u00fctzter Ortsbilder nach Z\u00fcrich und Winterthur an dritter Stelle.<\/p>\n<p>Die Baubeh\u00f6rde ist der Ansicht, dass es sich bei der Lichtstele um eine reine Reklameanlage handelt und nicht um eine Anlage, die dem Bahnbetrieb dient. Gem\u00e4ss Bau- und Zonenordnung der Gemeinde sind in der Kernzone grelle und lichtintensive Reklamen nicht bewilligungsf\u00e4hig. Der Railbeam w\u00fcrde unmittelbar an die Kernzone angrenzen und w\u00fcrde sich dadurch direkt auf das Ortsbild auswirken.<\/p>\n<p><strong>Gemeinde Laax nimmt auf Lichtverschmutzung R\u00fccksicht<\/strong><\/p>\n<p>In einem Brief hat sich Darksky Switzerland mit einer Anfrage an die Gemeinde Laax gewendet. DSS erkundigte sich \u00fcber die Weihnachtsbeleuchtung.<\/p>\n<p>Die Gemeinde schreibt in ihrer Antwort unter anderem: &#8222;Bei der Ausarbeitung dieses Projektes und bei der Montage der Leuchten wurde darauf geachtet, dass das abgestrahlte Licht nicht in die Atmosph\u00e4re gestreut wird und keine St\u00f6rung des Nachthimmels stattfindet.&#8220; Ausserdem schreibt die Gemeinde weiter: &#8222;Auch uns ist die ganze Problematik einer zunehmenden Beleuchtung der Landschaft mit allen negativen Auswirkungen der Lichtverschmutzung verursachen k\u00f6nnten, Zur\u00fcckhaltung \u00fcben.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Aktuellste Lichtverschmutzungskarte der Schweiz<\/strong><\/p>\n<p>Die unten stehende Lichtverschmutzungskarte der Schweiz ist die aktuellste ihrer Art. Sie entstand aus Satellitenaufnahmen, die 1998 (Cinzano et al.) gemacht wurden. Blaue Gebiete bezeichnen Regionen mit absoluter Dunkelheit, gelbe Gebiete sind schon bedeutend durch Lichtverschmutzung beeintr\u00e4chtigt. Stark lichtverschmutzt sind Regionen, welche orange und rot gef\u00e4rbt sind.<\/p>\n<p>Alarmierend auf dieser Aufnahme: Lediglich zwei kleine Gebiete der Schweiz \u2013\u00a0das Gotthardgebiet und der Raum s\u00fcdlich der Surselva \u2013\u00a0erreichen in der Nacht absolute Dunkelheit. Extrem unter Lichtverschmutzung leiden Z\u00fcrich, Basel und Genf. Absolutes Maximum auf der Karte weist die italienische Stadt Mailand auf, dessen Zentrum auf der Karte mit weisser Farbe eine maximale Lichtverschmutzung signalisiert.src<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2578 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.darksky.ch\/dss\/wp-content\/uploads\/2003\/06\/1998_lichtverschmutzung_schweiz.jpg\" alt=\"1998_lichtverschmutzung_schweiz\" width=\"357\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/www.darksky.ch\/dss\/wp-content\/uploads\/2003\/06\/1998_lichtverschmutzung_schweiz.jpg 357w, https:\/\/www.darksky.ch\/dss\/wp-content\/uploads\/2003\/06\/1998_lichtverschmutzung_schweiz-240x300.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 357px) 85vw, 357px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>K\u00fcnstliches Licht aus dem Orbit: &#8220;Space Lights&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Permanenter Sonnenschein auch in der Nacht? Kommendes Jahr sollen Tests mit grossen Reflektionsspiegeln in einer Erdumlaufbahn beginnen, welche die Erde aus dem All auch bei Nacht mit Sonnenlicht beleuchten. Die Beleuchtung der Erde soll f\u00fcr industrielle Zwecke genutzt werden, ausserdem will man Katastrophengebieten ausleuchten und St\u00e4dte in der Nacht aus dem All illuminieren. Eine weitere Anwendung ist die reine Energie\u00fcbertragung zur Erde ohne Beleuchtungszweck und die astronomische Beobachtung von der Umlaufbahn aus.<\/p>\n<p>Im November wollen die Initianten an einem Meeting in Genf die Vermarktung der &#8222;Space Lights&#8220; beginnen. Darksky Switzerland ist \u00fcber dieses Projekt sehr besorgt. Zusammen mit den europ\u00e4ischen Partnern plant DSS eine Informationskampagne \u00fcber die Problematik dieser neuen, \u00e4usserst bedenklichen Art von Aussenbeleuchtung.<\/p>\n<p><strong>DSS-Vizepr\u00e4sident schrieb Diplomarbeit<\/strong><br \/>\n<strong> zum Thema Lichverschmutzung<\/strong><\/p>\n<p>Ren\u00e9 L. Kobler hat im Dezember 2002 seine Diplomarbeit beim Institut f\u00fcr Umwelttechnik, Fachhochschule beider Basel abgeschlossen. Die Arbeit tr\u00e4gt den Titel &#8222;Die Lichtverschmutzung in der Schweiz &#8211; M\u00f6gliche Auswirkungen und praktische L\u00f6sungsans\u00e4tze&#8220;.<\/p>\n<p>In seiner Arbeit propagiert Kobler auf einen 5-Punkte-Leitfaden zur Eind\u00e4mmung der Lichtverschmutzung: Nebst einer grundlegenden Verhaltens\u00e4nderung, sollten r\u00e4umliche, planerische und zeitliche Aspekte, sowie Beleuchtungsst\u00e4rke und Art der Beleuchtung ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Interessenten k\u00f6nnen die Diplomarbeit gegen einen Unkostenbeitrag von 30 Franken bei Dark-Sky Switzerland, Postfach, 8135\u00a0Langnau am Albis\u00a0beziehen oder kostenlos auf www.darksky.ch als <a href=\"http:\/\/www.darksky.ch\/dss\/de\/2013\/09\/die-lichtverschmutzung-in-der-schweiz\/\">PDF-Datei<\/a>\u00a0herunterladen.<\/p>\n<p><strong>Ohne Sponsoring w\u00e4re die Arbeit von DSS unm\u00f6glich<\/strong><\/p>\n<p>Hinter allen Non-Profit-Organisationen stehen Sponsoren und Donatoren, die deren Arbeit erst erm\u00f6glichen. Im Fall der Dark-Sky Switzerland geb\u00fchrt unser Dank allen Mitgliedern und G\u00f6nnern.<\/p>\n<p>Zu den DSS-Gross-Sponsoren z\u00e4hlt vor allem eine Firma, deren Inhaber eines der aktivsten Mitglieder von Dark-Sky Switzerland ist. Sie stellt DSS einen Teil seiner Ressourcen und Infrastruktur f\u00fcr die Administration der Vereinigung zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Im Weiteren dankt Dark-Sky Switzerland der Organisation astro!info\u00a0f\u00fcr das Webhosting der DSS-Website.<\/p>\n<p>Empfehlen Sie unsere Vereinigung bitte weiter. Jedes Mitglied gibt uns mehr Gewicht!<\/p>\n<p><strong>News der Internationalen Dark-Sky Association (IDA)<\/strong><\/p>\n<p>Weltweit bereits gegen 10&#8217;000 Mitglieder<\/p>\n<p>Sch\u00f6ne Neuigkeiten aus dem Hauptquartier der International Dark-Sky Association. Erst k\u00fcrzlich konnten zwei Sektionen &#8211; eine aus \u00d6sterreich und eine in Illinois, USA &#8211; aufgenommen werden. Ausserdem wurden zwei Organisationen in Belgien und Deutschland angegliedert. Heute z\u00e4hlt die IDA weltweit gegen 10&#8217;000 Mitglieder in 75 L\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>IDA vergibt erstmals &#8222;Galileo Award&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die Internationale Dark-Sky Association honorierte dieses Jahr am Internationalen Lichtverschmutzungssymposium in Rom Diego Bonata, Pr\u00e4sident der italienischen Organisation Cielo Buio mit dem &#8222;Galileo Award&#8220;. Der neue Award wird f\u00fcr besondere Leistungen in der Bek\u00e4mpfung von Lichtverschmutzung in Europa verliehen. Bonata wurde der Preis zugesprochen, weil er in der Lombardei, Italien, 25&#8217;000 Unterschriften zusammenbrachte, um dem Regionalparlament ein Gesetz zur Kontrolle der Lichtverschmutzung vorzulegen.<\/p>\n<p><strong>3. Europ\u00e4isches Symposium im September 2003 in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Europ\u00e4isches Symposium zum Schutze des Nachthimmels findet dieses Jahr vom 12. bis 13. September in Stuttgart, Deutschland, statt. Interessenten k\u00f6nnen sich via DSS-Website anmelden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Railbeam: Erfolgreiche Intervention bei SBB Vor mehreren Jahren starteten die SBB mit der Planung einer Aufwertung von 620 Regionalbahnh\u00f6fen in der ganzen Schweiz. Das Konzept sieht unter anderem eine 6 bis 8 Meter hohe Lichtstele vor &#8211; der Railbeam. 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