

{"id":2900,"date":"2012-11-21T10:15:07","date_gmt":"2012-11-21T09:15:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.darksky.ch\/dsx\/de\/?p=2900"},"modified":"2016-09-15T19:26:39","modified_gmt":"2016-09-15T17:26:39","slug":"fuenfzehn-trotzten-der-kaelte-auf-dem-weg-des-lichts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.darksky.ch\/dss\/de\/2012\/11\/fuenfzehn-trotzten-der-kaelte-auf-dem-weg-des-lichts\/","title":{"rendered":"F\u00fcnfzehn trotzten der K\u00e4lte auf dem Weg des Lichts"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2922\" src=\"http:\/\/www.darksky.ch\/dss\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/2012_zug_wappen.jpg\" alt=\"2012_zug_wappen\" width=\"148\" height=\"180\" \/>Bericht \u00fcber die F\u00fchrung in Zug und Baar<\/strong><\/p>\n<p>Sehr interessant, aber kalt. So k\u00f6nnte man kurz zusammenfassen, wie Teilnehmer die F\u00fchrung durch Herrn Urs Rubitschon von den Wasserwerken Zug erlebten. Nicht die Kaltlicht-LED waren das Problem, sondern die Aussentemperatur forderte einige heraus. Zu Beginn sammelte Lukas Schuler von Dark-Sky die Teilnehmerschar von zwei Bussen ein und Herr Rubitschon brachte uns unter eine LED-Strassenleuchte mit tageslicht\u00e4hnlichen Bedingungen.<br \/>\nDort konnte Vorstandsmitglied Schuler die Unterschiede der Lichtquellen im Spektrum erl\u00e4utern und verteilte CD-R Scheiben, die als unbeschriebene Datentr\u00e4ger Licht hervorragend in ihr Spektrum trennen. Man sieht damit ansatzweise, welche Farben eine Lichtquelle aussendet.<br \/>\nHerr Rubitschon hatte fast zu jeder einzelnen Lichtstele, welche meist unterschiedliche Leuchtk\u00f6rper, bzw. Leuchtk\u00f6rper verschiedener Hersteller montiert haben, etwas spannendes zu berichten. So hat zum Beispiel eine Strassenleuchte deshalb versagt, weil Schneeschmelzwasser sich sammelt und dann als Eiszapfen \u00fcber dem Trottoir h\u00e4ngend irgendwann Fussg\u00e4nger bewirft. Wie bei fast allen Werken war auch hier die Hauptmotivation, Energie einzusparen. Herr Rubitschon meint, die Zeit sei jetzt reif f\u00fcr die LED Technologie. Lange war die Effizienz nicht an die orangen Natriumdampfleuchten (welche seit den 80er Jahren vermehrt die kaltweissen Quecksilberdampflampen ersetzten) herangekommen. Mittlerweile gibt es aber ein grosses Angebot, das sowohl energetisch, als auch unterhaltstechnisch befriedigt. So demonstrierte er zum Beispiel eine Philips Wegbeleuchtung auf dem Radweg zwischen Ammannnsmatt und Schochenm\u00fchle, deren LED-Zeilen ganz oder teilweise ausgefallen waren, aber immer noch gen\u00fcgend hell schien. Sobald diese Leuchte den Anspr\u00fcchen nicht mehr gen\u00fcgt, w\u00e4re es ein leichtes ein LED-Modul auszuwechseln.<br \/>\nDie R\u00fccksicht auf schwache Verkehrsteilnehmer ist Hr. Rubitschon vor allem aus Sicherheitsgr\u00fcnden ein grosses Anliegen. Dennoch fand auch er es nicht optimal, dass dann diese teilweise mit dem Velo ohne Licht auf unsere Gruppe zusteuerte. Hr. Rubitschons Offenheit gefiel uns Teilnehmern. Er sieht die Probleme und die Fehler, die auch in Zug immer noch gemacht wurden, z.B. bei einer Platzleuchte, die eher Fassadenleuchte heissen m\u00fcsste. Die gr\u00f6bsten B\u00f6cke werden jedoch jeweils korrigiert, so wurde z.B. eine Strassenleuchte extra modifiziert, damit die angrenzenden Wohnungen unbehelligt bleiben.<br \/>\nNach einem l\u00e4ngeren Fussmarsch erreichte unser unentwegtes Gr\u00fcppchen das LumiMotion Projekt. Mit nur etwas \u00fcber 30 Watt pro Leuchte wird hier ein Radweg nicht nur mit Licht, sondern mit Licht nach Bedarf versorgt. Ein optischer Sensor erfasst gr\u00f6ssere Objekte (vom Bernhardiner aufw\u00e4rts), welche den Weg begehen oder befahren. Diese Information wird an die n\u00e4chste Lichtstele \u00fcbermittelt, welche hierauf das auf 10% Leistung gedimmte Licht auf 100% herauff\u00e4hrt und wiederum die Information an die n\u00e4chste Leuchte weitergibt.<br \/>\nSo nehmen die Lichtkegel die Verkehrsteilnehmer sozusagen in Empfang und fahren erst nach einer Minute das Licht wieder herunter.<br \/>\nMit diesem Konzept sch\u00e4tze Hr. Rubitschon, kann etwa die H\u00e4lfte an Energie eingespart werden (h\u00e4ngt nat\u00fcrlich vom Verkehraufkommen ab). Die L\u00f6sung entstand deshalb, weil das BAFU in der Nacht diesen naturnahen Weg zwischen Baar und Zug gerne im Dunkeln gesehen h\u00e4tte. Die totale Dunkelheit wollte man den lichtverw\u00f6hnten Zugern jedoch nicht zumuten. Als gr\u00f6sste Lichtverschmutzer mit hohem Energiebedarf nennt Hr. Rubitschon die Sportpl\u00e4tze. Dennoch ist es sehenswert, mit welchem Engagement die Wasserwerke sich auch um kleinere Installationen und Innovationen k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Wir sind zuversichtlich, dass wir nicht das letzte Mal von einer vorbildlichen Installation unter Hr. Rubitschons \u00c4gide geh\u00f6rt haben. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich f\u00fcr die ausf\u00fchrliche und interessante F\u00fchrung und bedauern die Abwesenheit einiger Teilnehmer bei der anschliessenden Verk\u00f6stigung mit K\u00fcrbissuppe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht \u00fcber die F\u00fchrung in Zug und Baar Sehr interessant, aber kalt. So k\u00f6nnte man kurz zusammenfassen, wie Teilnehmer die F\u00fchrung durch Herrn Urs Rubitschon von den Wasserwerken Zug erlebten. Nicht die Kaltlicht-LED waren das Problem, sondern die Aussentemperatur forderte einige heraus. 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