Gemeinde Binningen – Initiative «Vermeidung von unnötigen Lichtemissionen»

Das offizielle Abstimmungsbüchlein aus der Gemeinde Binningen zur Initiative «Vermeidung von unnötigen Lichtemissionen», welche bereits 2012 lanciert, dann lange pendent gehalten und schliesslich am 25.9.2016 definitiv von der Gemeinde angenommen wurde:

» Abstimmung vom 25. September 2016, Initiative «Vermeidung von unnötigen Lichtemissionen» (pdf)

Wir gratulieren den InitiantInnen zum langen Atem und Durchhaltewillen und der Stimmgemeinde zur vernünftigen Annahme der Initiative.

 

Dunkler Himmel Italien (cielobuio) protestierte gegen Beleuchtung des Matterhorns

Öffentliche Petition wurde von italienischen Behörden nicht unterstützt

Der Initiator Marco Cianci bedankt sich bei allen UnterstützerInnen. Das Medienecho im Valle d’Aosta war grossartig und viele Sterngucker wurden sich wieder einmal bewusst, dass sie nicht alleine den Verlust an nächtlicher Lebensqualität beklagen.

Leider hatte die öffentliche Verwaltung kein Musikgehör für das Anliegen von Cielobuio. Aber das ist für Dark-Sky in der Schweiz ebenfalls keine unbekannte Situation. Das Rad bewegt sich weiter und so sind es die kleinen Schritte, welche unaufhaltsam zu einer Verbesserung der Situation beitragen werden. Auch solche öffentlichen Proteste sind wirksam, sie steigern das Bewusstsein für das Problem und für die betroffene Natur.

Freunde von Dark-Sky Switzerland durften sich gerne dafür einsetzen, dass auch auf der italienischen Seite die Alpen nicht beleuchtet werden, 150 Jahre Erstbesteigung des Matterhorns hin oder her – es gibt keinen vernünftigen Grund, die Natur zu beleuchten, geschweige denn Berge in den Alpen.

Hier wurde die Petition lanciert:

change.org

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Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung von über 1000 Unterschriften.

Indes hat das Wallis auf der Schweizer Seite die eigene Installation zu früh in Betrieb genommen:

Wir zitieren eine Meldung aus dem Blick am Abend vom 7. Juli 2015

DAS LETZTE
Softwarefehler lässt Matterhorn eine Woche zu früh erstrahlen
Die Lampen hätten eigentlich erst am Montag leuchten sollen.
Zermatt ist in Festlaune: Die Walliser Berggemeinde feiert dieses Jahr das 150-Jahr-Jubiläum der Matterhorn Erstbesteigung. Dazu hat Kurdirektor Daniel Luggen ein Spektakel geplant: 50 Solarlampen sollen die Route, die Eduard Whymper und seine Begleiter vor
150 Jahren gegangen sind, hell ausleuchten.
Zwölf Bergsteiger und ein Helikopter standen im Einsatz, um die Lampen mit ihren 40 Kilogramm schweren Batterien auf den Berg zu befördern. Die Premiere der Licht-Show hätte am 13. Juli stattfinden sollen – doch einer Panne ist es zu verdanken, dass das Matterhorn bereits gestern Abend geleuchtet hat wie ein Christbaum. Schuld ist ein Softwarefehler: «Wir haben die Zeitschaltuhren der Lampen richtig programmiert, doch die Software hat die Eingabe nicht gespeichert», erklärt der Kurdirektor. Nun leuchten die Lampen noch bis am Donnerstag jeden Abend. Erst dann lässt es das Wetter am Berg zu, die Zeitschaltuhren richtig zu programmieren. Denn: Die Uhren lassen sich nur von Hand bedienen – eine Steuerung vom Tal ist nicht möglich. «Der Überraschungseffekt ist nun natürlich dahin», sagt Luggen. Doch für das Fest am 13. Juli verspricht der Kurdirektor einen zusätzlichen Show-Effekt: Die Absturzstelle, wo damals vier der Bergsteiger ums Leben kamen, soll rot ausgeleuchtet werden. vsc

 

IG Plakat wehrt sich gegen weitere Werbebildschirme und hinterleuchtete Drehsäulen

2013-03-23_zuerich_lichtglockeEine Petition wurde bei der Stadt Zürich eingereicht

Dark-Sky Switzerland ist nicht per se gegen Licht und nicht per se gegen Werbung. Wir verlangen jedoch strikte Einhaltung gültiger Normen zugunsten von Natur und Mensch.

Wir haben deshalb auf die Petition der IG Plakat aufmerksam gemacht:

  • Nach Norm SIA 491 ist Leuchtwerbung in der Nachtruhezeit von 22 bis 6 Uhr unstatthaft, ausser es gibt einen begründeten Besucherstrom und Publikumsnutzen und eine entsprechende Ausnahmebewilligung liegt vor. Wir vermuten, dass auch Leuchtwerbung an wenig frequentierter Lage zur Nachtruhezeit betrieben würde, weil es niemand kontrolliert oder den Schaden an der Nacht nicht wahrnimmt.
  • Die Stadt Zürich sah in ihrem bisherigen Lichtkonzept immer wieder grosszügige Betriebszeiten vor, die die Nachtruhezeit schon heute verletzen.
  • Die Stadt Zürich kennt sehr grosszügige Grenzwerte für Leuchtreklamen (bis max. 500 cd/m2 in grösster Belastungszone, sonst 300 cd/m2 für jeweils weisses Licht). Sie scheint es gar nicht eilig zu haben, bei Nichteinhaltungen entschieden einzuschreiten.
  • Die Stadt Zürich ist die grösste Verursacherin der Lichtverschmutzung in der Schweiz.
    Sie erzeugt mit Abstand am meisten Lichtemissionen im Vergleich zu anderen Städten in unserem Land.

Aus diesen Gründen konnten Sie als UnterstützerIn der Anliegen von Dark-Sky Switzerland die Petition der IG Plakat wohl mit gutem Gewissen unterschreiben, auch wenn die Ziele unserer Vereine sonst nicht unbedingt übereinstimmen müssen.

Link: www.schoenes-zuerich.ch

 

Lassen wir die Natur in Ruhe schlafen!

Une illumination coloree est visible au sommet de la montagne "aiguille de la Tza" lors d'un test du "Projet Etoile: 13 etoiles au sommet" ce mardi soir 26 novembre 2013 a Arolla en Valais. Ce projet est un des projets qui vont marque les festivites des 200 ans de l'entree du Valais dans la Confederation Suisse en 2015. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Petition von Dark-Sky Switzerland «Zur Erhaltung der Nacht im Alpenraum»

Nach einiger Häufung von Anlässen in den Alpen mit Lichtinszenierungen die weit über das hinaus gehen, als was wir im Einklang mit der Natur empfinden, lanciert Dark-Sky die nachfolgende Petition zuhanden des Bundesrates.

Die Unterschriftensammlung ist beendet. Vielen Dank alle Unterzeichnern. Weitere Informationen folgen.

www.darksky.ch/petition

Die NZZ am Sonntag berichtete über unsere Petition bereits am 27. April 2014: Widerstand gegen Lichtshow

Nach nur drei Tagen wurden schon die ersten 1000 Unterschriften erreicht!

Die Petition wurde am 10. Februar 2015 in Bern mit über 5000 Unterschriften für Frau Bundesrätin Doris Leuthard überreicht.

Die Sammlung ist demnach beendet.

Dark-Sky Switzerland erwartet die Stellungnahme.

Das Wallis hat am 18. März die Gipfel beleuchtet, diverse Medien berichteten.

Der Bundesrat hat sich lange nicht dazu geäussert.

Erst am 29. Mai 2015 erhielten wir via BAFU eine Antwort, welche für sich selber spricht und die wir deshalb ohne Kommentar veröffentlichen:

Antwort des BAFU

Wir sind enttäuscht über die Nonchalance von höchster Stelle. Selbstverständlich hören unsere Anstrengungen somit nicht auf, bis sich die Situation für die Umwelt verbessert.