Anzeiger von Wallisellen – Aus dem Gemeinderat: Erneuerung Strassenbeleuchtung

Die Gemeinde Wallisellen ist mit rund 2500 Kandelabern für eine effiziente und nachhaltige Beleuchtung der Strassen, Fusswege und Plätze verantwortlich. Gestützt auf die Vorstudie vom 4. Juni 2019 plant die Abteilung Tiefbau und Landschaft bis 2026 im ganzen Gemeindegebiet eine intelligente Strassenbeleuchtung einzuführen.

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Dark-Sky Switzerland: Das Anliegen des Gemeinderats war eine Antwort auf die angenommene Initiative «Mehr Nacht für Wallisellen» und wurde im Budget 2021 an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember 2020 gutgeheissen – gegen einen Kürzungsantrag der Rechnungsprüfungskommission mit 136 zu 31 Stimmen.

NZZ – Die Vitrine, die das Stadtbild stört

In den Menukästen der Stadt Zürich dürfen keine Bildschirme aufgestellt werden – sie leuchten zu hell.

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Dark-Sky Switzerland: Auch wenn es vielen uninformierten LeserInnen absurd vorkommen mag, was die Stadt Zürich hier verlangt, geht dabei vergessen, dass der technische Fortschritt die Bildschirme immer heller hat werden lassen, so dass sie viel mehr stören und blenden, als ein beleuchtetes, weisses Blatt Papier.

NZZ am Sonntag – Strassenlaternen weniger schädlich

Die nächtliche Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen hat schädliche Auswirkungen auf nachtaktive Tiere und kann Menschen den Schlaf rauben. Strassenlaternen spielend dabei jedoch eine geringere Rolle als bisher vermutet. Das berichtet ein deutsch-amerikanisches Forscherteam in der Zeitschrift «Lighting Research & Technology».
Demnach ist die Strassenbeleuchtung nur für 20  Prozent der städtischen Lichtverschmutzung verantwortlich, wie Satellitenmessungen über der Stadt Tucson zeigten. Andere Lichtquellen wie helle Fenster, Sportstadien mit Flutlicht und beleuchtete Fassaden scheinen demnach eine grössere Rolle zu spielen.

Dark-Sky Sitzerland: Der zitierte wissenschaftliche Artikel «Direktmessung des Beitrages der Strassenbeleuchtung auf Satellitenbeobachtung von nächtlichen Lichtemissionen urbaner Flächen» bemüht sich, bzgl. der nächtlichen Lichtemissionen eine durch das nahe Observatorium verpflichtete Stadt in den U.S.A zu analysieren. Denn Tucson in Arizona hat beinahe flächendeckend auf LED umgerüstet und dimmt herunter, um die Schutzgebiete um das Kitt Peak Observatorium möglichst wenig zu stören. Der Titel ist daher irreführend in seiner pauschalen Aussage und nicht vergleichbar mit den meisten europäischen Städten. Von der NZZ am Sonntag hätten wir weniger Bias erwartet und etwas mehr journalistische Qualität. Wir lassen nicht zu, dass diese Meldung von politischer Seite dazu benutzt wird, um weniger in intelligente Strassenbeleuchtung investieren zu müssen.