SRF 1 Tagesgespräch – Stefan Ineichen über das Tier des Jahres, das Glühwürmchen

Es wird in Liedern besungen, in Sagen verehrt und gilt als magisches Tierchen: Das Glühwürmchen ist von Pro Natura zum Tier des Jahres erkoren worden. Damit wird auch auf die Problematik des Insektensterbens aufmerksam gemacht, sagt der Biologe Stefan Ineichen im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.

» Stefan Ineichen über das Tier des Jahres, das Glühwürmchen

 

20Minuten – Bald gehen in Luzern die Lichter an

Im Januar erhält der Begriff Leuchtenstadt eine neue Dimension: Das erste Lichtfestival kommt nach Luzern und soll historische Gebäude in neue Kunstwerke verwandeln.

» Bald gehen in Luzern die Lichter an

Dark-Sky Switzerland: Nur ein Augenschein vor Ort kann zeigen, welche Kritik an einem solchen Vorhaben berechtigt ist und welche übertrieben.

Der Präsident von Dark-Sky Switzerland und der Urheber des Plan Lumière Luzern haben sich gemeinsam zu einem Rundgang durch die Ausstellung im Januar 2019 getroffen.

Ein paar Eindrücke mit Kommentaren sollen zeigen, wie sie das Festival bewertet haben.

Das Festival Emblem deutet es bereits an: Wir sind edel und dezent, wir wollen Stimmung und Atmosphäre verbreiten und spielen mit der Umgebung. Wir wollen nicht um jeden Preis auffallen oder blenden, wir leuchten von Innen heraus.

So sind uns denn etliche Installationen dezenter und angenehmer aufgefallen, als wir ursprünglich befürchtet haben.

Ein gelungenes Beispiel von räumlicher Projektion fand am Weinmarktbrunnen statt.

Die animierte Projektion ermöglichte zum Beispiel das unheimliche Blinzeln der Statuen aus der unbeleuchteten Skulptur.
Wandernde Lichtmuster zauberten magische Gewänder auf die Brunnensäule. Da die Projektion aus allen Himmelsrichtungen erstrahlte, hatte man wirklich den räumlichen Eindruck eines lebendigen Films.

Trotz der vorbildlichen Einbettung in die Umgebung durch das Ausschalten von öffentlichen Lichtern wo es sinnvoll war, und somit auch keiner übermässigen Lichtemissionen, störten dann doch allzu oft die privaten Leuchtreklamen und Schaufenster, welche das Festival einfach ignorierten, und manchmal überstrahlten. Hier wäre noch grosses Verbesserungspotential mit Absprachen mit den Händlern und einer zeitlichen Programmierung.

Die Laterne links im Bild ist zugunsten des interaktiven Festival-Objekts ausgeschaltet, die privaten Fenster und Leuchtreklamen leider nicht.
Über die Bedeutung und den Einsatz von Farbe lässt sich bekanntlich auch streiten. Insgesamt drei Objekte schossen wohl etwas übers Ziel hinaus.

Um die Natur nicht zu stören kann man sich noch etwas verbessern, intakte Räume in der Luft und im Wasser sollte man nicht tangieren. Dass uns aber das nachfolgende Naturschauspiel während dem Lichtfestival nicht entgangen ist, werten wir schon mal als sehr gutes Zeichen für das Festival.

Mond mit grossem Halo, aufgenommen neben dem Gletschergarten in der Stadt Luzern, am Abend des 16. Januar 2019